General Motors Design Ein goldenes Zeitalter

In den 75 Jahren ihres Bestehens hatte General Motors Designabteilung, die 1927 durch den legendären Harley Earl ins Leben gerufen wurde, insgesamt nur fünf Leiter. Edward Welburn, 54, wurde am 1. Oktober 2003 als Nachfolger von Wayne Cherry zum sechsten Vizepräsidenten des Designbereichs ernannt.

Ed Welburn führt heute ein einzigartiges weltweites Kompetenznetz, das motivierter ist als je zuvor, das (General Motors) Auto von morgen zu entwickeln.

Dramatischer Szenenwechsel

Als Cadillac 1999 das Konzeptfahrzeug Evoq vorstellte,war man in Detroit verblüfft. Sein klares und kantiges „Art-and-Science“-Design kündigte auf dramatische Weise eine neue Ära an – eine radikale Verjüngung. Seit dieser Zeit ist der Designansatz konsequent und erfolgreich bei fünf Konzept- und vier Serienfahrzeuge angewandt worden. Das Auto war ein Meilenstein in Cadillacs Geschichte; auch führte der Evoq zum Serien-Roadster XLR.

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1999 – Cadillac Evoq Concept

Spass pur!

Das Konzeptfahrzeug Chevrolet SSR aus dem Jahr 2000 – ein Pickup mit Hinterradantrieb, V8-Motor und einem roadsterähnlichen versenkbaren Hardtop – stiess auf so grosse Resonanz, dass GM sich entschied, das Auto in Produktion zu nehmen und zu vermarkten. Es wurde vollständig am Computer entworfen, versprach jede Menge Spass und erinnerte gleichzeitig an Chevrolets emotionsgeladenste Zeiten – wie seine weit ausladenden Kotflügel beweisen.

2000 – Chevrolet SSR Concept

2000 – Chevrolet SSR Concept

Die ultimative Vision

Der GM AUTOnomy ist das bislang fortschrittlichste Konzeptfahrzeug überhaupt. Erstmals werden hier die Brennstoffzellen- und die Drive-by-Wire-Technologie kombiniert, wodurch eine neue revolutionäre Automobilarchitektur entsteht. Das „Skateboard- Chassis“, in dem die gesamte Antriebstechnologie untergebracht ist, bildet eine von der Karosserie unabhängige Einheit.

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2002 – GM AUTOnomy Concept

Es fährt tatsächlich!

Eine gute Idee zu haben reicht nicht. Man muss sie auch umsetzen können. Genau das gelang General Motors mit dem Konzeptfahrzeug Hy-Wire – einem voll funktionstüchtigen, fahrbaren Prototypen auf der Basis des Konzepts und der Architektur, die statisch mit dem AUTOnomy vorgestellt wurden. Bereits im September 2002 – nur neun Monate nach der Vorstellung des AUTOnomy – fuhr der GM Hy-Wire zum ersten Mal!

2002 – GM Hy-Wire Concept

2002 – GM Hy-Wire Concept

Der unwiderstehliche „Bad Boy“

Als General Motors den Namen Hummer erwarb, um ihn für zivile Einsatzzwecke zu nutzen, wurde ein erstes Konzeptfahrzeug entwickelt: der H2, der 2002 in Serie ging. Die Designer verfeinerten das Auto, hielten jedoch an dem typischen „Bad Boy“-Image fest, das die Fähigkeiten der Marke so markant demonstriert.Mit dem 4,44 Meter langen Konzeptfahrzeug H3T, das letzten Januar vorgestellt wurde, bewiesen sie, dass der Designansatz auch auf einen kleineren Hummer übertragen werden konnte.

2004 – Hummer H3T Concept

2004 – Hummer H3T Concept

Einfach zum Verlieben

„Einfach, unverfälscht, attraktiv. Da verliebt man sich leicht.“ Mit diesen Worten wandte sich Bob Lutz an seine Designer, bevor sie mit den Zeichnungen für das Konzeptfahrzeug Pontiac Solstice (2002) begannen. Sie müssen ihn auf Anhieb verstanden haben, denn im Januar 2004 kündigte General Motors an, dass der Solstice 2005 in Serie gehen wird – mit der neuen globalen, sportlichen Hinterradantriebs- Architektur „Kappa“.

2004 – Pontiac Solstice

2004 – Pontiac Solstice

Ein Fall für Kappa

Diese Autos sind allesamt mit der neuen kompakten, sportlichen Hinterradantriebs-Architektur „Kappa“ ausgerüstet. Das System wurde für den Pontiac Solstice- Roadster (Mitte) entwickelt, der 2005 in Serie gehen wird. Der Nomad (links) und das Curve-Coupé (rechts) sind Konzeptfahrzeuge. Sie wurden in den General Motors Advanced Design Studios in Grossbritannien respektive Schweden gebaut.

2004 – Chevrolet Nomad, Pontiac Solstice & Saturn Curve

2004 – Chevrolet Nomad, Pontiac Solstice & Saturn Curve

Einfach superlativ

„Der Sixteen ist eine moderne Interpretation all dessen,was Cadillac zum Standard der Automobilwelt gemacht hat“, sagen seine Entwickler. Er ist nicht nostalgisch. Der Wagen signalisiert, dass Cadillac bereit ist, erneut die Führungsrolle im Luxussegment zu übernehmen. Das superlative 5,67 Meter lange Konzeptfahrzeug wird durch einen V16-Motor mit 1000 PS und 13,6 Litern Hubraum angetrieben. Klarer kann man einen Führungsanspruch kaum anmelden.

2003 – Cadillac Sixteen Concept

2003 – Cadillac Sixteen Concept

Die Cadillac-Aura

Das Konzeptfahrzeug Evoq aus dem Jahr 1999 hat Cadillac vollkommen verändert. Und nach dem Evoq bewiesen verschiedene Konzeptfahrzeuge (Limousine, SUV, Supercar und Superlimousine), dass der neue „Art-and-Science“-Designansatz die Essenz eines Cadillacs in vielfältiger Form ausdrücken kann. Der Ansatz wurde bereits für die Serienmodelle CTS, SRX, XLR – und bald auch den STS – übernommen. Kantig, elegant, hightech und edel: Die Modelle verkörpern die neue Aura von Cadillac.

2004 – Cadillac

2004 – Cadillac

Begeisterung pur

Die neue und sechste Generation der Corvette tritt an – mit einem Design, das an die legendäre Vergangenheit des Autos anknüpft. Auch wenn der C6 kompakter ausfällt, ist er doch sofort als „Vette“ erkennbar. Der V8-Kleinblockmotor mit 6 Litern Hubraum und 400 PS macht das Auto zur bisher leistungsstärksten Corvette. Der C6 drückt die pure Begeisterung der GM-Designer und Ingenieure aus, die sie gebaut hatten.

2004 – Corvette C6

2004 – Corvette C6

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